Thomas Kogler und Nico Lahier im novaCapta Büro Köln blicken auf ein Tablet

Microsoft stellt Dynamics 365 Release Waves im September 2026 ein 

Die wichtigsten Änderungen, der künftige Releaseprozess und was Unternehmen beachten sollten

Microsoft verabschiedet die Dynamics 365 Release Waves

Köln, den 7. September 2026 – Microsoft verändert die Art und Weise, wie neue Funktionen für Dynamics 365, Power Platform und Dataverse angekündigt werden. Seit September 2026 entfällt das bisherige Modell der halbjährlichen Release Waves. Stattdessen werden neue Funktionen kontinuierlich über eine zentrale Roadmap veröffentlicht. 
Unser Experte Thomas Kogler gibt Ihnen einen Überblick über die Neuerungen sowie konkrete Empfehlungen was Unternehmen nun beachten sollten.

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Warum Microsoft diesen Schritt geht
In den letzten Jahren sind die Grenzen zwischen einzelnen Microsoft-Produkten zunehmend verschwunden. Geschäftsprozesse werden oft über mehrere Plattformen (Dynamics 365, Power Platform, M365, Copilot, Dataverse etc.) hinweg abgebildet und so entstehen auch neue Funktionen immer häufiger im Zusammenspiel dieser Plattformen. Eine zentrale Roadmap soll diesem Ansatz Rechnung tragen und Kunden einen gesamtheitlichen Blick auf kommende Innovationen ermöglichen. 

Was sich konkret ändert am Release-Prozess von Microsoft

Bisher konnten sich Dynamics-Nutzer:innen auf zwei Veröffentlichungszyklen pro Jahr verlassen. Diese sogenannten Release Waves dienten vielen Unternehmen als natürlicher Planungspunkt, um neue Funktionen zu bewerten, Auswirkungen auf Prozesse zu analysieren und eigene Umsetzungsmaßnahmen vorzubereiten. Die bisherige Release-Wave-Planung sowie der Release Planner wurden nun eingestellt. Künftig wird Microsoft neue Funktionen veröffentlichen, sobald diese für die Roadmap bestätigt sind.

Integration in die Microsoft AI at Work Roadmap

Gleichzeitig werden die Roadmaps von Dynamics 365, Power Platform und Dataverse in die zentrale Microsoft AI at Work Roadmap integriert. Dort finden sich künftig auch Entwicklungen rund um Microsoft 365, Copilot und weitere Microsoft-Plattformen. 

KI-Agenten erhalten Zugriff auf Release-Informationen

Eine weitere Neuerung ist die Bereitstellung von Release-Daten über den Microsoft Release Communications MCP Server. Dadurch können moderne KI-Assistenten und Agenten Roadmap-Informationen direkt abfragen und in Analyse- oder Governance-Prozesse einbeziehen.

 ‭→ Für Unternehmen bedeuten die Neuerungen vor allem eines: Die Planung und Bewertung von neuen Funktionen und Änderungen müssen künftig kontinuierlicher erfolgen.

Experten-Einordnung und -Tipps

Die eigentliche Bereitstellung von neuen Funktionen ändere sich nicht grundlegend, ordnet Thomas Kogler, novaCapta-Experte für Dynamics 365 und Copilot Studio, die Umstellung ein. 
Aus seiner Sicht vollziehe Microsoft mit dem Ende der Dynamics 365 Release Waves den nächsten Schritt hin zu einer kontinuierlich weiterentwickelten Business-Plattform.
Insbesondere die Bereitstellung von Release-Informationen an AI Agents bewertet Thomas positiv: „Dies eröffnet Unternehmen neue, Effizienz-fördernde Möglichkeiten: Von der schnelleren Identifikation relevanter Neuerungen über die automatisierte Bewertung von Produktänderungen bis zur KI-gestützten Change-Kommunikation, werden Governance- und Architekturteams unterstützt und entlastet.“

Gleichzeitig steige mit den Neuerungen aber die Bedeutung eines strukturierten Release- und Governance-Managements: „Unternehmen sollten die Umstellung jedoch nicht einfach nur als Änderung der Microsoft-Kommunikation betrachten, sondern als Anlass nehmen, das eigene Release- und Change-Management zu modernisieren.“
 

Thomas Kogler im novaCapta Büro in am Schreibtisch mit Headset

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Auswirkungen und entsprechende Handlungsempfehlungen sieht Thomas in drei Bereichen:

Regelmäßige Roadmap-Reviews und Prüfung der Governance-Prozesse

Der feste halbjährliche Review-Termin entfällt. Unternehmen sollten daher eigene Regeltermine etablieren, beispielsweise monatliche oder quartalsweise Roadmap-Reviews und  Governance-Prozesse dokumentieren.

Release-Management wird kontinuierlicher
 

Anstatt halbjährlich größere Funktionspakete zu analysieren, müssen Unternehmen künftig regelmäßiger prüfen: Welche neuen Funktionen sind angekündigt und welche Auswirkungen ergeben sich auf unsere Prozesse und Compliance? Welche Änderungen sollten wir aktiv einführen? Welche Funktionen müssen vor Aktivierung besonders bewertet werden?
‭→ Hier empfiehlt sich der Einsatz von KI zur Analyse der Änderungen

Ganzheitlicher Blick auf die Microsoft-Plattform wird wichtiger

Viele Innovationen entstehen heute nicht mehr ausschließlich innerhalb von Dynamics. Besonders die Integration von Copilot-Funktionen, Agents und Power-Platform-Komponenten macht eine bereichsübergreifende Betrachtung erforderlich.
‭→ Dazu sollten klare Verantwortlichkeiten für Produktbeobachtung festgelegt werden und die Bewertung neuer Funktionen frühzeitige erfolgen.

Portraitbild von Mario Westrup, novaCapta

Mein Fazit: Unternehmen, die ihre Prozesse frühzeitig anpassen, können Innovationen schneller bewerten, Risiken besser kontrollieren und neue Funktionen zielgerichteter nutzen und profitieren so von der Umstellung hinsichtlich mehr Aktualität und einem besseren Gesamtüberblick über ihr Microsoft-Ökosystem.

Thomas Kogler Head of Intelligent Business Platforms & Experte für Dynamics 365, Copilot Studio & Power Platform novaCapta GmbH

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