Warum Microsoft Copilot und Agentic AI jetzt zur Priorität werden

Interview mit den novaCapta-Geschäftsführern Mario Pufahl und Marcus Schneider

Zwischen Technologie, Organisation und Mensch: Wie Unternehmen KI jetzt wirksam einsetzen

Köln, 23.06.2026 – Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant zum zentralen Faktor für Wettbewerbsfähigkeit. Im Interview ordnen Mario Pufahl und Marcus Schneider, Geschäftsführung der novaCapta, ein, wie Unternehmen Microsoft Copilot, Agentic AI und Cloud-Technologien gezielt einsetzen können. 

Mit der Ernennung von Mario Pufahl in die Geschäftsführung im April 2026 setzt novaCapta ein klares Signal für die nächsten Entwicklungsschritte. Gleichzeitig zeigt sich im Markt: Künstliche Intelligenz im Unternehmen entwickelt sich vom Innovationsthema zur unternehmerischen Kernaufgabe. 
Im Gespräch geben Marcus Schneider und Mario Pufahl Einordnung: zu Marktdynamik, Microsoft-Strategie und der Frage, wie Unternehmen KI jetzt wirksam skalieren. 

Mario Pufahl und Marcus Schneider

Erfolg entsteht nur im Zusammenspiel

Frage: Mario, Marcus – was beobachtet ihr aktuell bei euren Kunden? 

Marcus Schneider: Viele Unternehmen stehen vor einer ähnlichen Ausgangssituation: Die technologischen Möglichkeiten sind da, die Erwartungen hoch, aber die Umsetzung bleibt herausfordernd. Das gilt für KI genauso wie für alles Andere. 

Aus unserer Sicht müssen immer drei Aspekte zusammengebracht werden: die Menschen, die damit arbeiten, die Technologie und die Organisation. Erst wenn diese drei Ebenen zusammenwirken, entsteht nachhaltiger Erfolg.  

Mario Pufahl: Viele Unternehmen haben bereits erste Erfahrungen mit KI gesammelt – oft in Form von Pilotprojekten rund um Microsoft Copilot oder anderen Tools. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch danach: Wie wird daraus eine skalierbare Lösung für das gesamte Unternehmen? 

Und genau hier liegt auch die eigentliche Komplexität: KI ist nicht nur eine technologische Frage. Es geht darum, konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren, in Bezug auf Mehrwert zu bewerten und gezielt dort einzusetzen, wo sie messbaren Business Value schafft. Gleichzeitig müssen organisatorische Veränderungen begleitet werden. 
 

Die zentrale Herausforderung: KI sinnvoll und sicher einsetzen

Frage: Welche Fragen stehen aktuell im Mittelpunkt? 

Marcus Schneider: Viele Unternehmen fragen sich: Wie setze ich KI konkret ein und wie mache ich das gleichzeitig sicher? Dahinter stehen ganz praktische Themen: Welche Use Cases bringen echten Nutzen? Wie müssen wir Prozesse neu denken, damit KI am besten wirken kann? Und wie stellen wir sicher, dass Governance und Compliance eingehalten werden?

Mario Pufahl: Ein Aspekt wird häufig unterschätzt: Mit KI verändert sich auch die Arbeitsweise der Mitarbeitenden. Mitarbeitende steuern zunehmend eigene KI-Agenten: Jede(r) Mitarbeitende wird zur Führungskraft. Das bedeutet, dass Verantwortung und Entscheidungsstrukturen sich verschieben. Das ist kein reines IT-Thema mehr, sondern betrifft die gesamte Organisation.

 

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Agentic AI: Vom Werkzeug zum aktiven Bestandteil von Geschäftsprozessen

Frage: Welche Rolle spielt Agentic AI in dieser Entwicklung? 

Marcus Schneider: Agentic AI ist der nächste logische Schritt. KI unterstützt nicht mehr nur, sondern übernimmt eigenständig Aufgaben innerhalb von Prozessen. Das bedeutet: KI wird zum integralen Bestandteil von Wertschöpfung und dient nicht nur als Unterstützung. Dadurch entstehen neue Formen der Zusammenarbeit: zwischen Menschen und digitalen Systemen.  

Mario Pufahl: Für Unternehmen entsteht daraus eine neue Herausforderung: Unternehmen müssen lernen, mit KI-Agenten zu arbeiten, sie zu steuern und sinnvoll einzubinden. Es reicht nicht, sie einzuführen. Entscheidend ist, wie sie in Prozesse eingebunden werden und welchen Beitrag sie leisten. Wer hier strategisch richtig ansetzt, transformiert sein Unternehmen zum Agentic Enterprise. 

Technologische Dynamik trifft auf wirtschaftlichen Druck

Frage: Welche externen Faktoren treiben diese Entwicklung zusätzlich? 

Mario Pufahl: Die Geschwindigkeit technologischer Innovation ist aktuell enorm. Täglich entstehen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen unter hohem Effizienz- und Kostendruck. Das führt dazu, dass Entscheidungen schneller getroffen werden müssen, während sie zeitgleich eigentlich immer komplexer werden. 

Marcus Schneider: Hinzu kommt: Viele Organisationen arbeiten heute in deutlich dynamischeren Umfeldern. Das macht langfristige Planung schwieriger und erhöht die Bedeutung von skalierbaren, integrierten Lösungen. Einzelne Insellösungen verlieren an Bedeutung. Stattdessen sind skalierbare Lösungen innerhalb eines Ökosystems gefragt, wie Microsoft sie bietet. 

Microsoft liefert das Fundament – entscheidend ist die Umsetzung

Frage: Welche Rolle spielt Microsoft in diesem Umfeld? 

Mario Pufahl: Microsoft stellt als Plattformanbieter die Grundlage bereit: Cloud-Infrastruktur, Security, Business-Anwendungen und KI mit z.B. Microsoft Copilot und AI Agents. Gerade im Bereich AI Agents sehen wir hier aktuell eine führende Position. Für Unternehmen entsteht dadurch eine abgesicherte, DSGVO-konforme und integrierte Plattform, auf der sie aufbauen und sicher arbeiten können.  

Marcus Schneider: Für Unternehmen bedeutet das: Viele Bausteine sind bereits vorhanden. KI ist nicht losgelöst, sondern wird in das bestehende Umfeld integriert, und das auf sichere Weise. Das ist im Unternehmenskontext entscheidend. Die Herausforderung liegt dann weniger im „Ob“, sondern im „Wie“. Also: Wie nutzen sie diese Möglichkeiten so, dass sie zu ihren Anforderungen passen? 

 

KI-Strategie im Unternehmen: Standardisiert oder individuell?

Frage: Gibt es den einen Best Practice für alle Unternehmen? 

Marcus Schneider: Nein. Es gibt keinen universellen Ansatz. Einige Unternehmen profitieren von standardisierten Szenarien, z.B. beim Einsatz von Microsoft Copilot in der Breite. Andere benötigen stärker individualisierte Lösungen, etwa bei der Automatisierung von Fachprozessen mit Agentic AI.

Mario Pufahl: Entscheidend ist immer der Kontext: Branche, Prozesse, Reifegrad. Eine gute KI-Strategie berücksichtigt genau diese Unterschiede und setzt dort an, wo der größte Hebel liegt. Unsere Aufgabe ist es, genau das herauszuarbeiten: Was ist in Ihrer Situation sinnvoll? Und wie lässt sich das anschließend flächendeckend umsetzen?

 

Von der Idee zur Umsetzung: Entscheidend ist der Business Value

Frage: Was zeichnet erfolgreiche KI-Projekte aus? 

Mario Pufahl: Erfolgreiche Projekte starten nicht mit Technologie, sondern mit einer klaren Frage: Wo entsteht konkret Mehrwert durch KI? Welche Herausforderungen gibt es? Erst danach geht es um Umsetzung, Skalierung und Integration. 

Marcus Schneider: Und genau hier braucht es Erfahrung. Die Verbindung von Technologieverständnis, fachlichem Know-how und strukturierter Umsetzung ist entscheidend. 

Zusammenarbeit bedeutet: ehrlich, pragmatisch, auf Augenhöhe


Frage: Was ist euer Ansatz in der Zusammenarbeit mit Kunden? 

Marcus Schneider: Wir verstehen uns als Partner auf Augenhöhe. Das bedeutet auch, offen zu sagen, was funktioniert und was nicht. Nur so entstehen Lösungen, die langfristig tragen – nicht nur theoretisch, sondern im Alltag. 

Mario Pufahl: Unser Ziel ist immer, gemeinsam mit unseren Kunden Mehrwert zu schaffen. Dazu gehört auch, pragmatische Wege zu finden und nicht jede Herausforderung rein technisch zu betrachten. Wir unterstützen Kunden von den ersten Schritten wie Use Case Ideation bis hin zur flächendeckenden Einführung der AI Agents. 

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Portraitbild von Mario Pufahl, novaCapta GmbH, im Kölner Büro der novaCapta

Mario Pufahl

CEO

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